Änderung der Bewegungsabläufe lautet das Zauberwort einer "gesunden Schule":
Das Thema Gesundheit für Kinder und Jugendliche ist ein Gut, welches höherwertiger nicht angelegt werden kann. Gesunde Bewegungsabläufe in Schulen ist daher die Basis zum Erhalt der Gesundheit, hoher Anwesenheitszeiten, hoher Leistungsbereitschaft und nachweislicher Leistungsfähigkeit unserer Kinder und Jugendlichen.

Studie zur Gesundheitsfolgenabschätzung in Ganztagsschulen:
Die Vorgangsweise von TAS war:

Die Methodenwahl entsprach dem Verständnis einer GFA als partizipativer Prozess, der neben der wissenschaftlichen Evidenz die Meinung und Erfahrung betroffener Bevölkerungsgruppen in den Vordergrund stellt. Neben einer Literaturrecherche wurden Befragungen an Fokusgruppen und Schulen durchgeführt.

Ergebnisse:
Kinder und Jugendliche verbringen einen Großteil ihrer Freizeit sitzend. Durch Ganztagsschulen und abends vor dem Handy, Computer oder Fernseher weisen Sie bereits einen ähnlich sitzenden und bewegungslosen Alltag auf, wie viele berufstätige Erwachsene. Der dadurch entstehende Bewegungsmangel ist jedoch mit einer Reihe von negativen Folgen assoziiert. Dazu zählen psychische Probleme wie seelische Unruhe und Unausgeglichenheit, Nervosität, Depressionen, aber auch körperliche Beschwerden, mangelnde Fitness, Asthma und Übergewicht (Strong et al. 2005, Lucas/Platts-Mills 2005). Zusammenfassend kann gesagt werden, dass wichtige Gesundheitsdeterminanten und damit in weiterer Folge Gesundheit und Wohlbefinden der SchülerInnen durch das Bewegungsverhalten in einer Ganztagsschule negativ beeinflusst wird.

TAS Maßnahmen:
Änderung der Bewegungsabläufe lautet das Zauberwort einer "gesunden Schule":

  • TAS empfiehlt die Einführung der täglichen Turnstunde in allen Schulen
  • TAS empfiehlt die Reduzierung der Schulstunden auf Einheiten zu max. 35 Minuten durch eine aktive Trinkpause in der Mitte der Schulstunde.

Manfred Kerntke, Leitung TAS